Surfboards – Die 7 Brettypen und für wen sie entwickelt wurden

Einleitung

Seit der Entstehung des Surfsports haben sich die Surfbretter und Fertigungstechniken immer weiter entwickelt. Eine Finne gibt es erst seit den 30er Jahren und mittlerweile fahren die meisten mit einem Drei-Finnen-Setup. Heute gibt es für jede Könnensstufe und jeden Einsatzbereich eine spezielle Brettform. Dabei ist es nicht wichtig immer das neueste und angesagteste Material zu haben, sondern das Brett zu finden, das zu Deinem Fahrstil und Deinem Können passt. Länge und Breite eines Surfboards werden in Fuß (Feet, Ft.) angegeben. Ein Fuß sind 12 Inch (In) und ein Inch sind ungefähr 2,54cm. Das Volumen wird in Litern angegeben. Im Folgenden erläutern wir Dir die unterschiedlichen Brettypen.

Longboard

Ab 9 Fuß Länge (2,74m) fällt das Surfbrett in die Kategorie “Longboard”. Außerdem haben Longboards eine breite Nose (Malibu Shape) und ein größeres Gesamtvolumen, was Dir natürlich auch mehr Auftrieb verleiht. Mit einem Longboard kommst Du deswegen viel früher in die Welle, als mit einem Shortboard. Das ärgert die meisten Shortboarder natürlich, weil die Welle schon “besetzt” ist, wenn sie einsteigen wollen. Das Longboard ist quasi der Klassiker unter den Surfboards. Es ist weniger wendig, als ein Shortboard, aber ermöglicht mit seiner großen Fläche den Old-School Surfern jede Menge Faxen auf dem Brett zu machen. Für Anfänger ist ein Longboard nur eingeschränkt zu empfehlen, da es auf Grund seiner Länge relativ schwer zu manövrieren ist. Anfänger sind am besten mit einem Malibu oder einem Minimalibu bedient.

Malibu und Minimalibu

Malibus und Mini-Malibus unterscheiden sich lediglich in der Länge. Sie sind in der Regel zwischen 7 und 9 Fuß lang. Die Shapes der Malibu und Minimalibu Boards sind sehr nah am Longboard dran. Konsequenter Weise müsste man das Longboard in Maximalibu umbenennen 😉 Die Malibus haben eine breite Nose und ein großes Volumen, das für einen starken Auftrieb sorgt. Damit kommt Ihr früh in den Swell. Die Malibus lassen sich auch leicht paddeln, liegen ruhig im Wasser und verzeihen sehr viele Fahrfehler. Die kürzere Bauweise macht das Minimalibu insbesondere für Anfänger leichter manövrierbar, als ein Longboard, aber bietet dennoch eine ähnliche Stabilität bei den ersten Gehversuchen auf dem Brett. Absolute Empfehlung für Anfänger, Einsteiger und Neueinsteiger.

Funboard (Evolution)

Funboards schlagen die Brücke zwischen dem Mini-Malibu und dem Shortboard. Funboards sind um die 7-8 Fuß lang und haben eine schmalere Nose als das Malibu oder Minimalibu. Das Tail ist ähnlich geshaped, wie die Nose. Wenn es unter den Surfbrettern ein Twin Shape gibt, dann ist es das Funboard. Fortgeschrittene Surfer schätzen das Funboard für seine Wendigkeit gepaart mit dem guten Auftrieb und frühen Angleiten auf dem Swell. Sie verzeihen auch etwas mehr Fahrfehler, als die Shortboards. Wer also das Minimalibu sicher beherrscht und seine Skills auf das nächste Level bringen will, der ist mit einem Funboard bestens bedient.

Shortboard

Alle Bretter unter 7 Fuß (2,13m) werden in der Regel als Shortboard bezeichnet und haben eine Drei-Finnen-Anordnung. Shortboards sind für Profis gemacht. Durch die spitze Nose und das geringe Volumen ist es sehr instabil und kommt erst in großen steilen Wellen ins gleiten. Dieser Brettyp ist dafür entwickelt worden, um die agilen Manöver und schnellen Turns vom Skaten und Snowboard fahren auf die Welle übertragen zu können. Wer also diese Brettsportarten schon beherrscht, ist der Kunst ein Shortboard zu reiten schon ein entscheidendes Stück näher. Wegen des geringen Gesamtvolumens hat dieses Brett auch einen geringeren Auftrieb und ermöglicht Dir damit das sog. Duck-diving. Also auf dem Weg zum Line-up unter den entgegenkommenden Wellen durchzutauchen. Außerdem ist das Shortboard im Handling wesentlich bequemer. Es lässt sich leichter vertauen, transportieren und über den Strand tragen. Und sieht wesentlich cooler aus. Also wenn Du gar nicht wirklich surfen lernen willst, sondern Dein Brett nur an den heißen Bikinigirls am Strand vorbeitragen möchtest, dann sei Dir ein Shortboard empfohlen 😉

Fishboard (Fish)

Der Fish ist um die 6 Fuß lang und damit das kürzeste aller Bretter. Dafür ist es auch etwas breiter, als das Shortboard, was zu einem ähnlichen Volumen und Auftrieb führt. Den Namen „Fish“ hat dieses Surfbrett wegen seines markanten Tails erhalten, das an die Flosse eines Fisches erinnert. Diese Form war erstmals in den 70er Jahren auf dem Markt erhältlich, erfreute sich aber anfangs keiner großen Beliebtheit. Erst in den 90er Jahren setzte sich dieses Board insbesondere bei den new-school Surfern durch, die mit diesem kurzen Brett besonders viele Tricks aus dem freetyle Snowboarding und Skating auf die Welle bringen konnten. Für Anfänger ist es nicht zu empfehlen, da es ähnlich schwierig zu handlen ist, wie ein Shortboard.

Gun (Big-Wave-Board)

Die Gun oder das Big-Wave-Board ist ähnlich lang wie ein Longboard. Außerdem haben Guns eine sehr spitze Nose, sind sehr schmal und haben ein geringes Gesamtvolumen. Das macht sie nicht gerade wendig, aber dafür wurden sie auch nicht entwickelt. Mit einem Big-Wave-Board fährst Du riesige, steile Wellenberge mit höchster Geschwindigkeit herunter. Dabei sind die Guns noch sehr laufruhig. Mit kürzeren Brettern sind Big-Waves nicht mehr zu handlen. Wenn Du in einer so großen Welle den Abgang machst, kann Dich das Dein Leben kosten! Die Wassermassen, die da auf Dich einstürzen, sind so gewaltig, dass sie Dich sehr lange Zeit unter Wasser spülen, oder Dich sogar auf dem Riff oder einem Felsen zerschmettern können, wenn Du nicht vorher schon ertrunken bist. Von daher werden geschätzt 95% aller Surfer dieses Brett niemals brauchen, denn eine so große Welle zu surfen, die in die Kategorie Big-Wave fällt (ab 20 Fuß aufwärts), bedeutet körperlich und geistig absolut fit, kräftig und belastbar zu sein. Es erfordert eine wahnsinnig hohe Konzentration mit diesen Geschwindigkeiten eine so große Welle abzusurfen und wenn Du nicht gerade am Ozean mit großen Wellen aufwächst und mehrmals in der Woche surfen kannst, sondern lediglich einmal im Jahr für 2-3 Wochen surfen gehst, wirst Du da wahrscheinlich auch nicht so schnell hinkommen.

Fazit

Als Anfänger legst Du Dir am besten ein Malibu oder Minimalibu zu. Das Longboard hat eine ähnliche Form, ist aber auf Grund seiner Länge nicht ganz so einfach für Anfänger zu manövrieren. Wenn Du bereits mit einem Minimalibu erste Wellen safe gestanden hast und Deine Skills auf das nächste Level bringen möchtest, dann kannst Du über ein Funboard nachdenken. Das Shortboard ist wirklich nur für optimale Bedingungen und routinierte Surfer zu empfehlen. Klar, es sieht cooler aus, wenn Du mit einem Shortboard unter’m Arm lässig an den Bikinigirls am Strand vorbeischlappst, aber Du willst ja schließlich auch im Wasser eine gute Figur abgeben. Auf dem Shortboard ist es wesentlich schwieriger die richtige Balance zu finden und richtig Spaß macht das erst ab mittelgroßen Wellen, wenn das Board auch richtig ins Gleiten kommt. Aber wir alle kennen es von anderen Brettsportarten: Es bleibt oft nicht bei einem Brett. Und auch Profis greifen bei entsprechenden Bedingungen auch gerne mal wieder auf ein Longboard, Malibu oder Minimalibu zurück. Diese Bretter solltest Du allerdings zuerst beherrschen, bevor Du Dir ein Shortboartd zulegst.

Surfbrett Empfehlungen für Anfänger

Anfänger kaufen sich am besten ein Malibu oder Minimalibu. Bei einem Brett habt Ihr immer die Wahl zwischen einem klassischen Epoxy Surfboard oder einem sog. Foamie Surfboard. Die Unterschiede der beiden Fertigungstechniken werden in einem weiteren Artikel detailliert behandelt. Die Vorteile bei einem Foamie für Anfänger liegen in einer deutlich höheren Stabilität und Haltbarkeit. Auch kosten Foamies fast nur die Hälfte eines vergleichbaren Epoxy Surfbretts. Das Foamie findet wegen der guten Haltbarkeit insbesondere beim Flusssurfen großen Anklang. Auch Profis greifen immer mehr auf ein Foamie Board zurück, nachdem es anfangs eher als Kinderspielzeug belächelt wurde.

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