Epoxy Surfboards – Aus diesem Material werden sie hergestellt

Einleitung

Auch bei einem Surfbrett kommt es auf die “inneren Werte” an. Je leichter ein Surfbrett bei gleichem Volumen ist, desto mehr Auftrieb verleiht es Dir. Darunter soll jedoch nicht die Stabilität leiden. Dieser Beitrag bietet Dir eine Übersicht über das verwendete Material beim Bau eines Surfbretts und gibt Dir eine optimale Empfehlung zur Anschaffung Deines ersten eigenen Surfbretts.

Es gibt viele unterschiedliche Materialien und Bauarten eines Surfboards. Einige bestehen in ihrem Inneren aus einem Holzskelett (wie im Flügel eines Flugzeugs), dessen Zwischenräume mit Kunststoffschaum  aufgefüllt sind. Andere haben entweder nur in der Mitte längs einen sogenannten Stringer verbaut, oder links und rechts davon noch einen weiteren Stringer bei größeren und breiteren Boards. Jedes Holz hat eine andere Dichte, ein anderes Gewicht und andere Eigenschaften, die dem Surfbrett einen anderen Flex und Auftrieb verleihen. Auch die Breite der Stringer kann variieren, um den Flex und die Stabilität anzupassen.

Das Konstrukt aus Holz und Schaumkern (Blank) wird mit einer oder mehreren Schichten Holz und/oder Fieberglas und/oder Carbon bedeckt und mit Polyesterhartz (Poly) oder Epoxidhartz (Epoxy) laminiert und wasserdicht versiegelt. Traditionell wird mit Polyesterhartz gearbeitet, das jedoch einige Nachteile mit sich bringt. Es kann nicht auf EPS Schaumkernen angewendet werden, weil es EPS Schaum zerstört. Außerdem greift das UV Licht über die Jahre den Polyesterhartz an und macht ihn gelb und brüchig. Die bessere und modernere Alternative ist Epoxydhartz.

Holzarten in der Surfbrettproduktion

Für das Skelett oder die Stringer wird vorwiegend Sperrholz (Schichtholz), amerikanisches Rotholz (Redwood), Zedernholz oder Balsaholz verwendet. Sperrholz ist mit 680kg pro Kubikmeter am schwersten, gefolgt von Redwood mit 450kg/m³, Zedernholz mit 380kg/m³ und dem mit Abstand leichtesten aber auch zerbrechlichsten Balsaholz mit 160kg/m³. Balsa wird auch im Modellbau für ferngesteuerte Flugzeuge verwendet. Das leichteste Holz bietet Dir natürlich auch den größten Auftrieb, bricht dafür aber auch leichter. Als Anfänger sei Dir entweder Redwood oder Zedernholz empfohlen. Natürlich werden je nach Region der Fertigung auch noch weitere geeignete Hölzer verwendet und es wird auch immer wieder mit neuen Hölzern experimentiert, aber solche Exoten sind eher selten zu finden.

Surfboard Skelett und Stringer, Blanks Schaumkern

Schaumstofffüllungen (Blanks) in der Surfboardproduktion

Die Shaper kaufen die Schaumstofffüllungen als große Blöcke, die Blanks genannt werden. Aus den Blanks wird dann die Form des Surfbretts herausgearbeitet. Ähnlich wie ein Bildhauer zu seinem Kunstwerk kommt. Am weitesten verbreitet sind Blanks aus PU (Polyurethan), EPS (eng. Expanded Polystyrene) und PS (Polystyrol). Polyurethan (PU) wird seit den 50er Jahren in Surfboards verwendet. Die Shaper schätzen dieses Material, weil es sich wesentlich leichter verarbeiten und shapen lässt, als EPS und PS. Wer selbst schon einmal versucht hat, aus Styropor eine Form herauszuarbeiten, der weiß, wie schwierig das ist und wie schnell man dieses Material kaputt machen kann.

PU Schaum

Aus ökologischer Sicht ist die Verwendung von Polyurethan leider eine große Katastrophe. Bei der Produktion von Polyurethanschaum fallen sehr giftige Chemikalien an und ein defektes, irreparables Surfbrett aus Polyurethan wird auch 100.000 Jahre später noch auf der Müllkippe zu finden sein. Es gibt kaum eine Möglichkeit des Recyclings. Aus ökologischer Sicht solltest Du Dir kein Brett mit Polyurethanschaumfüllung zulegen. Insbesondere nicht als Anfänger, wenn Du Dein geliebtes Brett schneller zerhackst, als Dir lieb ist.

PS & EPS Schaum

Polystyrol oder Aufgeschäumtes Polystyrol ist auch unter dem Markennamen Styropor bekannt. Das ist jenes Material, aus dem wir z.B. einen neu gekauften Fernseher in der Originalverpackung befreien. Seit das ökologische Problem bei der Verwendung von PU im Bewusstsein der Shaper angekommen ist, wird vermehrt auf PS und EPS zurückgegriffen. Nicht zuletzt, weil es auch günstiger ist, als PU. Ein großer Nachteil hingegen ist die schwierige Bearbeitung der Blanks aus PS und EPS. Jeder, der schon einmal einen Styroporblock bearbeitet hat, wird wissen, dass es nicht so einfach ist, eine saubere Form daraus zu schleifen, was die Kosten bei der Bearbeitung natürlich wieder signifikant erhöht.

Fazit

Wenn Du Dir Dein erstes eigenes Epoxy Board kaufen möchtest, ist der Preis wahrscheinlich ein wichtiges Kriterium. Bedenke nur, ein Surbrett herzustellen bedarf jahrelanger Erfahrung und auch trotz maschineller Fertigungsverfahren noch viel Handarbeit. Hochwertiges und ökologisch vertretbares  Material ist auch im Einkauf nicht ganz billig.Mache Dir bitte auch Gedanken darüber, ob das Material, aus dem Dein Traumbrett hergestellt wird umweltfreundlich hergestellt und auch wieder recycled werden kann. Polyurethan kann z.B. nicht recycled werden und ist auch in 100.000 Jahren noch nicht vollständig abgebaut.

Wenn Du also ein günstiges Surfbrett findest, dann schaue genau hin, warum es so günstig ist. Qualität hat seinen Preis und das ist überall so. Auf Qualität solltest Du auf jeden Fall achten, denn professionelles Material ist auch maßgeblich für Deine Fortschritte verantwortlich. Das ist doch wie damals mit 12 bei den Skateboards: Ein gutes Board mit einem guten Setup hatte seinen Preis. Da ich mir mein erstes Brett von meinem Taschengeld selber kaufen musste, reichte es nur für gewöhnliche Stangenware aus dem Kaufhaus. Und ich habe mich gewundert, warum alle mit einem guten Skateboard so leicht einen Ollie schaffen 😉

Hast Du weitere Fragen? Dann stelle sie uns hier in den Kommentaren.
Aloha & hang loose!

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