Finde Dein perfektes Snowboard – Alles, was Du vor dem Kauf über Snowboards wissen musst

Snowboard Länge – Wie lang sollte Dein Snowboard sein

Die richtige Länge hängt einerseits davon ab, was Du bevorzugt mit Deinem Snowboard machen möchtest. Andererseits spielt Deine Körpergröße und Dein Gewicht eine große Rolle. Wenn Du das Snowboard längs vor Dich hinstellst, dann sollte es Dir ungefähr irgendwo vom Kinn bis zur Nasenspitze reichen. Wählst Du ein kürzeres Brett wird es agiler, ein längeres Brett ist träger, dafür aber auch stabiler bei höheren Geschwindigkeiten.

Grob kannst Du Dich wie folgt orientieren: Wenn Du schnell die Piste shredden willst, dann wähle eher ein längeres Brett mit einem größeren Sidecut Radius und einem Camber Profil, möchtest Du gerne Freestyle im Park oder abseits der Piste fahren, dann wähle eher ein kürzeres Brett mit einem kleineren Sidecut Radius und Rocker Profil.

Die folgende Tabelle stellt eine Empfehlung für die ungefähre Länge eines Snowboards für Dich anhand Deines Körpergewichts dar:

Körpergewicht (kg)Snowboard Länge (cm)
55–60130–138
60–65135–143
65–70140–148
70–75145–153
75–80150–158
80–85155–163
85–90160–168
90+165+

Snowboard Breite – Wie breit sollte Dein Snowboard sein

Wenn Du Dich bereits in Online Shops nach Snowboards umgesehen hast, wird Dir aufgefallen sein, dass es die meisten Modelle auch als “Wide” gibt. Dies wird in der Produktbezeichnung oft mit einem “W” gekennzeichnet oder auch als “Wide” ausgeschrieben. Die breiteren Snowboards sind für Menschen mit großen Füßen entwickelt worden. Bis Schuhgröße 45 kannst Du ruhigen Gewissens auf ein normal breites Snowboard setzen. Ab Schuhgröße 46 kannst Du Dir Gedanken über die Wide Variante machen.

Snowboard Härte – Welchen Flex muss Dein Brett haben

Der Flex wird meistens in Soft, Medium und Hard/Stiff angegeben. Man kann nicht sagen, dass ein Brett einen bestimmten Flex haben muss. Je mehr Flex Dein Board hat, desto mehr verzeiht es Dir Fahrfehler. Allerdings kann ein sehr weiches Brett bei höheren Geschwindigkeiten auch schnell anfangen zu flattern. Wenn Du Dir unsicher bist, entscheide Dich am besten für einen Medium Flex. Bretter mit einem sehr soften Flex sind für  Freestyle und Park sehr beliebt. Insbesondere bei den Butter Tricks ist ein weiches Brett klar von Vorteil.

Snowboard Inserts (Mounts) – Hole Pattern für die Montage der Bindung

Im Wesentlichen gibt es vier verschiedene Mounts, um Deine Bindungen zu montieren. Zwei davon sind herstellerspezifisch und deswegen nur auf Burton Snowboards zu finden, aber auch da mittlerweile äußerst selten, da sich das 2×4 System als Quasistandard etabliert hat. Auch das 4×4 System ist relativ verbreitet, nur bietet Dir das 2×4 System mehr Möglichkeiten Deine Bindungen zu montieren, weswegen Dir eine Wahl für das Mount-System nun nicht mehr schwer fallen sollte. Was genau das 4×4 und 2×4 bedeutet und welche Möglichkeiten Du damit hast, das zeigen Dir die folgenden Illustrationen am Beispiel eines True Twin Snowboards.

Pro Tip: Achte beim Kauf eines Snowboards darauf, dass Du ein 2×4 Lochmuster mit 6×2 Löchern hast. Damit kannst Du jede Bindung auf 4 verschiedenen Positionen befestigen und hast noch mehr Möglichkeiten Deinen Stance einzustellen. Hast Du wie ich nur 5×2 Löcher stehen Dir pro Bindung nur 3 verschiedene Positionen zur Verfügung.

Ein veraltetes System, das von Burton nicht mehr gebaut wird, sind die Burton 3D Inserts. Deswegen möchte ich da auch nicht näher drauf eingehen.

Ein weiteres Mounting-System von Burton ist das System The Channel, das allerdings nur mit Bindungen von Burton kompatibel ist. Bei diesem Typ werden die Bindungen auf zwei längs in der Mitte Deines Boards verlaufenden Schienen montiert. Der Vorteil bei diesem System ist die stufenlose Positionierung Deiner Bindungen, um Dein Board exakt auf die Schneebedingungen und Deinen Fahrstil einstellen zu können.

Hier findest Du mehr Informationen zu diesem System.

Snowboard Shapes

Twin Tip (Twin Shape, oder Bi-Directional Shape)

Ein Bi-Directional Shape (auch Twin Tip oder Twin Shape genannt) ist ein symmetrisch geformtes Brett. Das bedeutet, dass Nose und Tail identisch sind. Dennoch kann es sein, dass die Inserts (Löcher zum Festschrauben der Bindung) nicht symmetrisch zur Brettmitte angebracht wurden, sondern ein wenig versetzt, so dass eine Bindung weiter von der Mitte des Bretts entfernt ist, als die andere.

True Twin

Wenn die Inserts symmetrisch zur Brettmitte verteilt angebracht wurden, dann spricht man von einem True Twin Shape. Das Brett ist vorne und hinten identisch. Die Inserts wurden vorne und hinten mit gleichen Abständen zur Brettmitte montiert.

Directional Shape

Ein Directional Shape wird nur in eine Richtung gefahren. Nose und Tail unterscheiden sich deutlich. Auch die Inserts haben deswegen nicht immer vorne und hinten denselben Abstand zur Brettmitte. Dieser Brettyp wird gerne für Freeride und Race verwendet.

Der Sidecut Radius

Der Sidecut Radius bestimmt wie tailliert Dein Brett ist. Je kleiner der Radius, desto taillierter ist Dein Brett. Also desto größer ist die Differenz der Breite Deines Snowboards an Nose und Tail zu der Breite in der Mitte (Waist). Hat Dein Brett einen kleineren Sidecut Radius ist es sehr viel wendiger, dafür bei hohen Geschwindigkeiten nicht so stabil. Ein sehr großer Sidecut Radius und damit eine geringe Differenz der Breite von Nose zu Waist ist besonders gut für hohe Geschwindigkeiten, dafür aber etwas schwieriger zu carven. Auch hier ist es sehr empfehlenswert sich für ein gutes Mittelmaß zu entscheiden.

Snowboard Profile: Flat, Camber, Rocker & Hybride

Traditional

Flat

Das Flat Profil ist beim Snowboarden aus der Mode gekommen und kaum noch gefragt. Ein Relikt aus den Anfängen des Snowboards.

Camber

Ein Camber Board ist der Klassiker unter den Snowboards. Camber wird auch als Vorspannung bezeichnet. Durch die Vorspannung wird Dein Snowboard bei Belastung besonders stark vorne und hinten in den Schnee gedrückt, wodurch Du Dich insbesondere beim Carven sehr stark mit der Kante durch den Schnee auf der Piste schneiden kannst. Für tiefen Powder abseits der Piste wählst Du besser ein Rocker und montierst die Bindungen weiter hinten, so dass Du einen Setback Stance hast.

Rocker

Das Rocker Profil wird auch als Reverse Camber bezeichent, weil es das Umgekehrte eines Camber Profils darstellt. In der Mitte hängt Dein Snowboard durch, Nose und Tail sind nach oben gebogen. Dadurch hast Du im Tiefschnee einen schönen Auftrieb. Auch zum Tricksen im Park oder für Butter Tricks bist Du mit einem Rocker am besten bedient. Es ist wesentlich agiler und leichter zu drehen schneidet dafür aber auch beim Carven nicht so gut mit der Kante in den Schnee. Deswegen haben insbesondere Rocker Boards oft auch eine wellenförmige Kante, die bei den Snowboards von Lib Tech “Magnetraction” genannt wird. Eine Wortschöpfung aus Magnet und Attraction – also magnetische Anziehungskraft. Mit dieser Kante klebst Du beim Carven im Schnee.

Hybride

Flat Rocker

Unter Deinem Stance ist das Board flach und hat eine relative große Auflagefläche. Nose und Tail sind nach oben gebogen, wodurch Du ähnlich wendig wie mit einem Rocker bist. Durch den Flat in der Mitte hast Du nur noch etwas mehr Grip in den Turns, wenn Du auch mal schneller unterwegs bist.

Double Rocker

Wenn unter Dir der flache Teil eines Flat Rockers nach oben Gewölbt ist und damit einen Camber hat, dann handelt es sich um einen Double Rocker. Das Profil hat hinten einen Rocker, in der Mitte Camber und vorne wieder Rocker.

Double Camber

Das Double Camber Board ist wie der Double Rocker und der Flat Rocker auch ein Hybrid. In der Mitte unter Deinem Stance hast Du einen Rocker, der vorne und hinten von einem Camber Profil umgeben ist.

Regular oder Goofy? Welches Bein steht vorne

Wenn Du bereits ein anderes Brett fährst, dann weißt Du ja bereits, mit welchem Bein vorne Du Dich am wohlsten fühlst. Wer noch nie vorher ein Brett gefahren ist, der sollte erst einmal herausfinden, mit welchem Bein er vorne stehen möchte. In der Regel ist dies das stärkere Bein (Sprungbein), mit dem man beim Fußball den Ball kickt, oder beim Basketball den Absprung zum Korb macht. Wenn Du in einen Fachladen gehst, kann man Dir sehr gut dabei helfen herauszufinden, welches Bein Du vorne hast. Dazu wirst Du von hinten im Rücken schnell und feste nach vorne gedrückt. Um einen Sturz abzufangen wird eines Deiner Beine reflexartig einen Schritt (Ausfallschritt) nach vorne machen. Dies ist das Bein, das vorne stehen sollte, denn wie beim Longboard fahren, hast Du auch beim Snowboard fahren die größere Belastung auf dem vorderen Fuß. Wenn Dein rechtes Bein vorne steht, dann stehst Du auf dem Board “goofy”. Wenn Dein linkes Bein vorne steht, dann stehst Du “regular”.

Jede Art von Brett ist für den Menschen erst einmal eine ganz ungewohnte Art der seitlichen Vorwärstbewegung und muss deshalb erst einmal antrainiert werden. Anfänger machen sehr häufig den Fehler das hintere Bein zu stark zu belasten, wodurch Du insbesondere auf dem Snowboard schnell die Kontrolle verlieren kannst, weil Du so zu wenig Druck auf die vorderen Kanten ausübst.

Neutral Stance,  Forward Stance, oder Duck Stance? Wie Du optimal auf Dem Snowboard stehst

Wenn Du nun weißt, welches Bein vorne steht, dann kannst Du Dir Gedanken über die Position der Füße machen. Der Stance bezeichnet die Stellung der Füße auf Deinem Board. Welchen Stance Du fährst, hängt natürlich auch von Deinem Fahrtstil, Deinem Brett und Deinen persönlichen Vorlieben ab.

Fährst Du ein directional Board und möchtest vorwiegend schnell die Piste runter shredden, dann stehst Du eher mit beiden Füßen nach vorne gedreht (Forward Stance).

Möchtest Du lieber Freestyle fahren und Dich an die ersten Tricks heranwagen, so dass Du auch mal “switch” fährst (mit dem “falschen Bein” vorne), dann hast Du Dich wahrscheinlich für ein “True Twin” entschieden. Deswegen macht es Sinn auch Deine Fußstellung entsprechend “symmetrisch” auszurichten. Deine Füße bilden ein leichtes “V”, so dass die Zehenspitzen nach außen zeigen. Der vordere Fuß zeigt nach vorne und der hintere Fuß zeigt nach hinten. Dies nennt man “Duck Stance”, weil Deine Füße ähnlich gestellt sind, wie bei einer Ente. Am weitesten verbreitet ist ein Winkel von 12°-15°.

Auch eine Mischung ist möglich. Der vordere Fuß zeigt in einem Winkel von 12°-15° nach vorne und der hintere Fuß steht genau auf 0° quer zur Längsrichtung Deines Boards. Dies ist der sogenannte “Neutral Stance”.

Centered Stance

Wenn Du ein True Twin Board fährst und die Bindungen so montierst, dass sie vorne und hinten denselben Abstand zur Brettmitte haben, dann ist auch Dein Gewicht exakt um die Brettmitte verteilt. Dies ist der sogenannte “Centered Stance”. Auch wenn die Inserts leicht nach hinten versetzt sind, kannst Du Deine Bindungen so anbringen, dass Dein Gewicht exakt um die Mitte Deines Snowboards verteilt ist, indem Du die vordere Bindung weiter vorne montierst und die hintere Bindung näher zur Brettmitte.

Setback Stance

Wenn Du mit einem Setback Stance auf Deinem Board stehst, dann ist der vordere Teil Deines Snowboards etwas länger, als der hintere Teil. Das solltest Du machen, wenn Du im Tiefschnee fahren möchtest und vorne viel Auftrieb brauchst, ohne Dich zu weit nach hinten lehnen zu müssen. Das kann nämlich sehr anstrengend und kontraproduktiv sein, wenn Du im Tiefschnee einen Centered Stance fährst.

Riding Styles: Die unterschiedlichen Snowboard Typen

All-Mountain

Das All-Mountain Snowboard ist quasi das Schweizer Messer unter den Snowboards. Es ist extra dafür konzipiert worden, um möglichst viele Riding Styles auf präparierten Pisten abzudecken. Natürlich wirst Du mit einem All-Mountain Board im tiefen Powder nicht dieselben Vorteile haben, wie mit einem reinen Powder Board, aber im Prinzip kannst Du insbesondere als Anfänger mit diesem Typ Brett nichts falsch machen, da Du ja vielleicht erst noch herausfinden musst, welcher Bereich Dir am meisten Spaß macht und worauf Du Dich gerne mehr fokussieren möchtest. Das All-Mountain Snowboard geht eher in Richtung Freeride, als Freestyle, aber gerade als Einsteiger fängst Du ja nicht mit den fetten Freestyle Tricks im Park an.

Freeride

Freeride Snowboards sind für unpräparierten Schnee abseits der Piste gemacht. Du kannst damit ein paar Tricks machen, aber auch gut carven und schnell fahren.

Freestyle

Das Freestyle Board ist extra für den Park und Tricks gemacht. In der Regel recht weiche Twin Shape Bretter, auf denen Du im “Centered Duck Stance” stehst, damit Du in beide Richtungen gleich gut fahren kannst. Das setzt natürlich voraus, dass Du auch switch fahren kannst und primär Tricks lernen möchtest. Dann ist dieser Brettyp Deine erste Wahl.

Powder

Ein ganz spezieller Typ von Brett. Directional Shapes mit einer sehr breiten Nose und einem Setback Stance verleihen Dir in tiefstem Powder besonders guten Auftrieb. So ein Brett wirst Du wahrscheinlich selten benötigen, wenn Du ein regulärer Wintersportler auf den Pisten in einem Skigebiet bist. Wenn Du aber mal mit dem Helikopter auf einen Berg geflogen wirst, wo Du der Erste bist, der eine unberührte Schneedecke shredden kann, dann ist dieses Brett genau die richtige Wahl. Unter normalen Bedingungen finden wir selten so viel Tiefschnee, dass ein solches Brett Dein täglicher Begleiter sein wird. Als passionierter Snowboarder kann man ein solches Brett aber stets für die ganz besonders schneereichen Tage im Gepäck als Zweitbrett dabei haben.

Respekt, wenn Du Dir bis hierher alles durchgelesen hast. Damit hast Du über 2175 Wörter gelesen und solltest nun alles Wissen, um Dein Snowboard auszuwählen. Wenn Du ganz individuelle Fragen hast, hinterlasse uns einen Kommentar und wir werden Dir schnellstmöglich antworten.

Happy shredding!

Unser Lieblingsbrett: LibTech Skate Banana aus der jeweils aktuellen Saison

Das LibTech Skate Banana gehört zu unseren absoluten Favoriten. Der Rocker ermöglicht Dir im Park alles, was Du gerne machen möchtest. Die gewellte Kante (Magnetraction) und wenig Flex im Brett sorgen auch bei schnellen Abfahrten für perfekten Grip beim Carven. Bei der Länge des Bretts solltest Du vom Boden bis zu Deiner Unterlippe messen und Dir ein Brett in der Länge zulegen. Mit diesem Snowboard kann man gar nichts falsch machen. In Kombination mit einer UNION Bindung nach Deinem Geschmack (stiff oder soft) ein wahres Dream Team! Wir haben die Skate Banana der aktuellen Saison 2020/2021 schon Mitte Dezember 2020 für rund 350 EUR auf eBay gefunden. Ein Wahnsinnspreis für das aktuelle Modell 2020/2021. Vermutlich verkaufen sich Wintersportartikel zu Coronazeiten nicht besonders gut, wenn die Lifte alle ihren Betrieb einstellen.

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